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Gerd Pohlenz
'Gewalttätigkeit' und 'moralisches Motiv'?
Das Konzept zweier Weltaspekte als Auflösung eines geschichtswissenschaftlichen Dilemmas. Mit einem Epi(dia)log zu den drei Bänden 2007 - 2009
Reihe: Philosophie: Forschung und Wissenschaft
Bd. 34, 2009, 480 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-10471-7


Die Biologie hat als solche exklusiv mit Sachen zu tun. Diesen moraltheoretischen Grundmangel verdeckt sie durch Moralkonzepte und einen vagen Begriff höherstufiger Funktionen. Auch legt sie eine natürliche Gewalttätigkeit des Menschen nahe. Kognitivistische und praktizistische Reduktionen der Lebenswelt und Verallgemeinerungen atomistischer Sinnestheorie befördern dieses Gesamtbild eher.

Dass wir im Alltag gegen die Naturwissenschaft an der Objektzugehörigkeit der Farben festhalten, ist ein Indiz für die Irreduzibilität der phänomenalen Welt. Es wird bekräftigt durch Analysen zu den Lehren und impliziten Methoden der antiken Philosophie. Das führt zu einer modifizierten Erneuerung der Moraltheorie des frühen Platon.

Daraus und aus entsprechenden Analysen der Gesamtgeschichte folgen eine Hochschätzung der formalen Urteilsfreiheit, ein genuin philosophisches Bildungsziel und spontane Änderungen in der Qualität des Lebens und Handelns.





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