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Gerd Pohlenz
Zur Lage der Philosophie
Ihre verborgene historische Kontinuität und Zielperspektive
Reihe: Philosophie: Forschung und Wissenschaft
Bd. 38, 2012, 408 S., 39.90 EUR, 39.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-11723-6


Nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts reden wir in Europa bemerkenswert optimistisch von universalen "Menschenrechten"; das unverhandelbare Recht auf formale Urteilsfreiheit steht untrennbar neben der "unantastbaren Würde des Menschen". Aber in der Welttheorie sind wir über die Epoche zwischen 1850 und 1950 kaum hinausgekommen, bzw. die philosophische Arbeit ist mehr oder weniger auf Einzelthemen spezialisiert. Wir haben die - zumal die kognitive - Makro- und Mikrostruktur des physikalischen Universums weitgehend erforscht; aber die Idee einer kohärenten Struktur unserer eigenen Philosophiegeschichte ist uns fremd. Daher werden hier die interndialektischen Zusammenhänge und die Perspektive der genuin philosophischen Forschungsgeschichte analysiert, unter Einbeziehung von Naturwissenschaft, Religion und Politik. Eine Schlüsselrolle dabei spielt die Unterscheidung zwischen der traditionell dominant relationistischen Interpretation des Begriffs theoretischer Irreduzibilität einerseits und seiner Explikation durch das Konzept notwendig zirkulärer Kerndefinitionen andererseits. Nicht zuletzt führt das zu einer zeitgemäßen Explikation des von Nietzsche philosophisch gewendeten, auf das Leiden zugespitzten Sinn-Begriffs.





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