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Arnau de Vilanova
Über den Antichrist und die Reform der Christenheit
Aus dem Katalanischen übersetzt und eingeleitet von Alexander Fidora
Reihe: Katalanische Literatur des Mittelalters
Bd. 8, 2016, 112 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13148-5


Arnau de Vilanova, wahrscheinlich um 1240 in Valencia geboren, war nicht nur einer der berühmtesten Ärzte seiner Zeit, sondern zugleich einer der umstrittensten Laientheologen des Mittelalters. Nach einer glänzenden Karriere als Mediziner entwickelte der Arzt und Diplomat ab dem Ende des 13. Jahrhunderts seine kompromisslose Kritik an innerkirchlichen Missständen sowie am Zustand der Christenheit insgesamt. In zahlreichen Werken, die er in katalanischer und lateinischer Sprache verfasste, geißelte er den sittlichen und geistlichen Verfall der Kirche und kündigte das Kommen des Antichrist an. Besonders scharf war seine Kritik an den Dominikanern, die ihrerseits gegen ihn polemisierten und seine Verurteilung betrieben. Dagegen unterstützte er die Franziskanerspiritualen und die von ihrem Geist getragenen Laienbewegungen seiner Zeit. Der radikale Mahner, der für seine theologischen Ansichten wiederholt inhaftiert wurde, starb vermutlich im September des Jahres 1311 auf See bei Genua. Erstmals werden hier seine fünf auf Katalanisch verfassten religiösen Schriften in deutscher Übersetzung vorgelegt.





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