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Margit Naarmann
Ausgegrenzt - Juden im Hochstift Paderborn in frühpreußischer Zeit
Zum jüdischen Sonderstatus in der ländlichen Gesellschaft und Wirtschaft
Reihe: Geschichte und Leben der Juden in Westfalen
Bd. 12, 2016, 552 S., 49.90 EUR, 49.90 CHF, gb., ISBN 978-3-643-13178-2


Mit königlicher Kabinettsorder vom 20. September 1836 wurden die Juden des Hochstifts Paderborn unter einen Sonderstatus gestellt mit der Begründung, durch ihre betrügerischen Wucher- und Geschäftspraktiken den wirtschaftlichen Ruin der bäuerlichen Bevölkerung des Hochstifts verschuldet zu haben. Wider besseres Wissen nutzten preußische Beamte und die Landstände verbreitete Ressentiments gegenüber der jüdischen Minderheit, um von den wahren Ursachen der sozialen Not abzulenken.

Die Autorin führt zunächst zum Verständnis der historischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Bevölkerung und der Juden im Hochstift Paderborn in das Thema ein und stellt anhand umfangreicher Quellen die Genese bis zur Etablierung und der Aufhebung des Gesetzes vor.

Schon vor Einsetzen einer allgemeinen öffentlichen Erinnerungskultur hat sich die Autorin mit der deutsch-jüdischen Geschichte auseinandergesetzt und mittlerweile zahlreiche Veröffentlichungen zur jüdischen Lokal- und Regionalgeschichte vorgelegt.





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