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Ramon Llull
Der Baum der Liebesphilosophie
Eingeleitet von Alexander Fidora. Aus dem Katalanischen übersetzt von Gret Schib Torra
Reihe: Katalanische Literatur des Mittelalters
Bd. 9, 2016, 148 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13327-4


Der Baum der Liebesphilosophie erscheint hier zum ersten Mal in deutscher Übersetzung - 700 Jahre nach Ramon Llulls Tod. Im Symbol des Baumes veranschaulicht Llull seine Philosophie der Liebe und macht in den Wurzeln, im Stamm, in den Ästen, Zweigen, Blättern, Blüten und Früchten ihre verschiedenen Teile gleichsam sichtbar. Dieses mystisch-kontemplative Werk umfasst alle inhaltlichen und stilistischen Elemente von Llulls vielfältigem Schaffen: Die Mystik in der Zwiesprache zwischen dem Geliebten (Gott) oder der personifizierten Liebe und dem Freund (dem gläubigen Menschen); den narrativen, romanhaften Stil in der Erzählung vom Liebestod des Freundes; weit ausholende philosophisch-theologische Erörterungen neben kurzgefassten Sentenzen; und schließlich die Allegorie, en vogue im Paris des 13. Jahrhunderts, vor allem mit dem Roman de la Rose, den alle gebildeten Kreise und sicher auch Ramon Llull kannten. Allerdings behandelt Llull nicht die höfisch-weltliche Liebe des Roman, sondern die Gottes- und Nächstenliebe, für die er seine Leser zu gewinnen versucht.





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