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Gerd Theißen
Veränderungspräsenz und Tabubruch
Die Ritualdynamik urchristlicher Sakramente
Reihe: Beiträge zum Verstehen der Bibel
Bd. 30, 2017, 454 S., 59.90 EUR, 59.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13454-7


Sakramente und Riten sind die sichtbare Seite der Religion. Jede Kommunikation mit anderen Menschen ist auf sie angewiesen. Sie dienen sowohl dem Zusammenhalt einer Gemeinschaft als auch der Ab- und Ausgrenzung. Grundgedanke der hier entworfenen protestantisch-reformierten Sakramentsdeutung ist, dass die katholische Wandlungslehre, symbolisch verstanden und im Lichte neuer Ritualtheorien gedeutet, die überzeugendste Sinngebung anbietet: Gott ist da, wo sich etwas verändert in der Welt und im Menschen. Die Präsenz des Göttlichen im Sakrament ist Veränderungspräsenz. Sie bedeutet für den Menschen einen "symbolischen Tabubruch": Zeichenhaft werden Fleisch und Blut verzehrt oder Kinder in den Tod gegeben. Die sakramentale Botschaft ist: Menschen, die auf Kosten anderer leben, werden verwandelt zu Menschen, die miteinander teilen und Kinder als unantastbare Ebenbilder Gottes anerkennen.

Gerd Theißen, geb. 1943, Prof. em. Universität Heidelberg, Schwerpunkte: Historischer Jesus, Soziologie, Psychologie und Theorie des Urchristentums.





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