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Sebastian Steinbach
Imitation, Innovation und Imperialisierung
Geldwesen und Münzprägung als wirtschaftshistorische Quellen zur ethnischen Identität und Herrschaftsorganisation des spanischen Westgotenreiches (ca. 572-714)
Reihe: Geschichte und Kultur der Iberischen Welt
Bd. 11, 2018, 356 S., 49.90 EUR, 49.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13640-4


In der neueren Forschung zur Ethnogenese und Identitätenbildung in der Völkerwanderungszeit blieben Geldwirtschaft und Münzprägung bislang nahezu unberücksichtigt. Anhand der barbarischen gens der Westgoten, ihrer Wanderung und zweifachen Staatenbildung wird in der vorliegenden Publikation untersucht, welche Erkenntnisse Geld und Münzen als wirtschaftshistorische Quellen zu Fragestellungen der Ethnogenese eines germanischen Verbandes und seiner Herrschaftselite zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert liefern können. Die Analyse reicht von den frühen "pseudoimperialen Prägungen" des gallischen Regnum Tolosanum bis zur eigenständigen Münz- und Geldwirtschaft des Regnum Toletanum auf der iberischen Halbinsel, wodurch die Herausbildung und geographische Transformation von Identitäten in Abgrenzung zu anderen Nachfolgestaaten des Römischen Reiches und innerhalb dieser beiden regna betrachtet werden kann.

Sebastian Steinbach studierte Mittelalterliche Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Wirtschafts- und Geldgeschichte des Mittelalters sowie der Historischen Hilfswissenschaften. Derzeit arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Osnabrück.






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