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Sonny Mark Bornhauser
Die Strafbarkeit von Listenplatzmanipulationen
Eine auf Tötungs- und Körperverletzungsdelikte bezogene Analyse von Täterschafts- und Verhaltensformen sowie Kausalitäts- und Zurechnungsfragen am Beispiel des "Göttinger Transplantationsskandals"
Reihe: Bonner Schriften zu Medizin, Recht und Gesundheitsethik
Bd. 2, 2017, 350 S., 39.90 EUR, 39.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13793-7


Im Sommer 2012 wurde bekannt, dass es im Lebertransplantationsprogramm des Universitätsklinikums Göttingen zu systematischen Verstößen gegen Richtlinien der Organvermittlung gekommen ist. Gegen den verantwortlichen Transplantationsmediziner wurde im August 2013 Anklage wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung mit Todesfolge erhoben. Das LG Göttingen, das mit diesem Verfahren nach eigener Einschätzung "juristisches Neuland" betreten musste, sprach den Angeklagten im Mai 2015 von allen Anklagepunkten frei. In Kürze wird der BGH über die Revision der Staatsanwaltschaft entscheiden. Die Arbeit geht der Frage nach, ob systematische Verstöße gegen die Allokationsrichtlinien Tötungs- oder Körperverletzungsunrecht darstellen, behandelt dabei schwerpunktmäßig Probleme des Allgemeinen Teils und kommt zu einem anderen Ergebnis als das LG Göttingen.

Sonny Mark Bornhauser studierte Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und ist Rechtsreferendar im Landgerichtsbezirk Bonn.





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