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Miriam Lichstein
Opfer-Täter-Ketten, Schnittpunkte und Metamorphosen
Ist der "Kreislauf der Gewalt" empirisch belegt?
Reihe: Kriminalwissenschaftliche Schriften
Bd. 56, 2017, 520 S., 54.90 EUR, 54.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13891-0


Laut der Hypothese vom "Gewaltkreislauf" ist eine maßgebliche Ursache für Gewalttaten die Misshandlung der späteren Täter in ihrer Kindheit. Wissenschaft, Politik und Medien unterstellen mittlerweile nahezu einstimmig, dass dieser Gewaltkreislauf existiert. Mit weitreichenden Folgen.

Die vorliegende Arbeit hinterfragt diese Annahme. Sie analysiert 15 der am häufigsten zitierten Studien, die Grundlage für diese Hypothese des Gewaltkreislaufs waren. Diese Qualitätsprüfung offenbart erhebliche Mängel der Studien. Zudem werden Vorschläge zur künftigen Gestaltung aussagekräftiger Studien gemacht.

Die Autorin ist seit 2009 als Rechtsanwältin in einer Wirtschaftskanzlei in Frankfurt am Main tätig.





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