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Cornelia Brizsak, Christian Keller, Kerstin Pachschwöll (Hg.)
entgrenzt
Lösungen der Synthese
Reihe: SYN. Magazin für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Bd. 12, 2016, 170 S., 14.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-50748-8, ISSN 2222-3185


Das Entgrenzte ist etwas, das im Übergang, in der Transformation begriffen ist, verschwimmt, zerfließt, entgleitet, ausartet, überströmt, das die trennscharfen Kategorien und Definitionen von Menschen, Dingen und Tätigkeiten auflöst. Ein Zustand, der eine bestehende Einheit und Form abgeschafft hat und sich nun in einer mittleren Sphäre des Undeutlichen, Ungeordneten, Unscharfen, Unsicheren und Unbestimmten aufhält. Das Entgrenzte ist ein Begriff- und Formloses, welches sich erweitert und zwischen den Wesensformen changiert. So stehen Ausbruch, Befreiung und Flucht an der Seite von Verlorenheit, Zusammenhanglosigkeit und Überflutung. Denn dieser transformale Zustand gehorcht keiner Dialektik, Norm oder Regulierung. Ohne feste Abgrenzung entzieht sich der Zugriff; die Kontrolle wird verloren und selbst die Wahrnehmung sucht nach Halt. Das Entgrenzte ist demgemäß ein maßloser und endloser Formenevozierer, eine Öffnung für mannigfache Möglichkeiten und deren gleichzeitige Unbewältigbarkeit.

Beiträge von: Daniel Brezina, Bernhard Frena, Esra Kalkan, Viktoria Klimpfinger, Alisa Kronberger, Thomas Kuchlbauer, L* Reiter, Sebastian van Vugt, Daphne Weber





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