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Andrea Friedli
Ethnizität als Kapital
Identitätsmanagement tatarischer Jugendlicher in Kazan, Tatarstan
Reihe: Freiburger Sozialanthropologische Studien/Freiburg Studies in Social Anthropology/ Etudes d'Anthropologie Sociale de l'Université de Fribourg
Bd. 48, 2018, 320 S., 49.90 EUR, 49.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-80230-9


Identitätspolitische Prozesse in postsozialistischen multikulturellen Gesellschaften sind ein interessantes Beispiel dafür, wie die so genannte Nationsbildung zwischen verschiedenen Eliten und Akteuren ausgehandelt wird. In diesem Buch wird der Fokus auf die Rolle der Jugend in diesem Prozess gelegt, indem diese im Rahmen einer "Identitätspolitik von unten" als aktive Akteure wahrgenommen werden. Am Beispiel von tatarischen Jugendszenen und -bewegungen in Kazan (Tatarstan) wird beleuchtet, wie Jugendliche sich zwischen kultureller Globalisierung, nationalisierenden Tendenzen, und sowjetischer Vergangenheit positionieren, und wie sie sich mit eigenen Identitätsprojekten wie einer Tatarisierung der Stadt und einer Wiedereroberung des urbanen Raums aktiv durch Strategien der Informalität an der Gestaltung des Nationsbildungsprozesses beteiligen.

Andrea Friedli ist Sozialanthropologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Fribourg sowie an der HES-SO Valais-Wallis.





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