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Christoph Girschik
Liebe und Gewalt als Korrelate patronomer Herrschaft
Reihe: Soziologie
Bd. 23, 1994, 340 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, br., ISBN 3-8258-2077-7


Erfahrungen von Frauen und Kindern zeigen eine verwirrende Doppelgesichtigkeit von Vätern, die lieben und dennoch gewalttätig sind. Die herkömmliche Vaterforschung spielt verschiedene Vatertypen gegeneinander aus, wenn es darum geht, Liebe und Gewalt zuzuordnen. Die herrschaftssichernde Funktion der Liebe für eine väterlich dominierte Sozialordnung bleibt dabei ausgeblendet. Diese Untersuchung geht der Frage nach, wie Vaterliebe und Gewalt als Korrelate patronomer Herrschaft aufeinander bezogen sind. Als literatursoziologische Untersuchung entwickelt sie die Fragestellung am Beispiel der dramatischen Vaterfigur "Odoardo" in Lessings Emilia Galotti. Der konzentrierte Blick auf das Vaterproblem erweist sich dabei als fruchtbar, um Probleme der Lessing-Forschung einer Lösung näherzubringen.





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