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Anke Mirbach
Schulsportunfälle an allgemeinbildenden Schulen in Westfalen-Lippe
Eine empirische Studie zu Rahmenbedingungen von Schulsportunfällen und Möglichkeiten einer gezielten Unfallprophylaxe
Reihe: Schriften zur Körperkultur
Bd. 25, 1996, 336 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, gb., ISBN 3-8258-2718-6


Dem gesundheitlichen Wert des Sporttreibens, der auch in den Zielsetzungen der Richtlinien für den Schulsport des Landes Nordrhein-Westfalen ausdrücklich thematisiert wird, steht seit Jahren ein erschreckend hohes Risiko gegenüber, sich bei sportlichen Aktivitäten in der Schule zu verletzen bzw. sogar bleibende Schädigungen infolge eines Sportunfalls davonzutragen. Diese Erkenntnis hat in den vergangenen Jahren zu steigendem gesellschaftspolitischen und wissenschaftlichen Interesse an der Erforschung des schulsportlichen Unfallgeschehens geführt.
Ausgangspunkt der in diesem Band vorgestellten Arbeit eines münsteraner Forschungsprojektes war die Intention, die 1987 in Nordrhein-Westfalen gegründete landesweite Initiative von Kultusminister und Unfallversicherungsträgern "Mehr Sicherheit im Schulsport" in ihrem Bemühen um eine deutliche und nachhaltige Senkung der Unfallzahlen zu unterstützen. Auf der Basis einer schriftlichen Nachuntersuchung von insgesamt rund 1700 Schulsportunfällen konnte in der Zwischenzeit solides Beratungswissen in Bezug auf unfallrelevante Faktoren und Zusammenhänge bereitgestellt werden. Die hier präsentierten Befunde zu den personalen, situativen und materiell-organisatorischen Unfallrahmenbedingungen leiten sich aus dem Schwerpunktteil der Studie ab, der in den Jahren 1991/92 durchgeführt wurde.
Darüber hinaus bietet der Forschungsbericht Einsichten in Möglichkeiten und Grenzen neuer Entwicklungen auf dem Gebiet der Untersuchungsmethodik, wobei insbesondere die Wahl eines "strategischen Mittelweges" zwischen bisher praktizierten Forschungsextremen in den Blickpunkt rückt.
Für den Leser, dessen Interesse primär der Vermeidung von Unfällen in der Unterrichtspraxis gilt, bietet der Band eine Reihe von Vorschlägen zur "Entschärfung" unfallträchtiger Rahmenbedingungen. Bei der Konzeption dieses Maßnahmenkataloges stand neben den prophylaktischen Zielsetzungen auch das Bemühen im Vordergrund, wichtigen pädagogischen Intentionen des Schulsports Rechnung zu tragen, obwohl beide Aufgabenfelder nicht immer problemlos miteinander vereinbar sind.





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