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Stefan Katzenberger
Komplementäre Kommunikation lokaler Medien
Hörfunk und Presse: Intermediale Profile, programmliche Pools, publizistische Performanz
Reihe: Aktuelle Medien- und Kommunikationsforschung
Bd. 9, 1998, 360 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, br., ISBN 3-8258-2985-5


"Papier ist geduldig - Radio ist live" - oder "Der Hörfunk reißt Themen an, die Zeitung vertieft sie". Gern werden derlei Slogans bemüht, wenn das beschrieben werden soll, was so offensichtlich scheint und dabei doch so komplex ist - das Nebeneinander unterschiedlicher Lokalmedien, die aber "irgendwie" das gleiche tun. Täglich konstruieren Lokalfunk und Lokalpresse ihre eigenen Entwürfe der vermeintlich selben lokalen Wirklichkeit. Als Systeme agieren sie im gleichen Kommunikationszusammenhang, doch publizistisch fallen ihre Kommunikationsangebote "irgendwie" unterschiedlich aus. Es ist erstaunlich: Obwohl die Frage nach diesem "Irgendwie-Phänomen" offenkundig das publizistische Vielfaltspostulat und damit die zentrale Kategorie der letzten 30 Jahre Lokalmedienforschung tangiert, gab es bislang kaum den Versuch einer systematischen Antwort. Dieser liegt nun in theoretischer, strukturanalytischer und empirischer Form vor. Dem Autor gelingt es, das viel benutzte aber wenig genutzte Axiom von der intermedialen Komplementarität erstmals in einem umfassenden Forschungsprofil zu konzeptualisieren. Weil die Studie mit der empirischen Intermedia-Analyse jedes einzelnen Presse- und Hörfunk-Ereignisses methodisch neue Wege beschreitet, fördert sie eine Fülle von Erkenntnissen über intermediale Strukturen und komplementäre Konstellationen in der Lokalpublizistik zutage.





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