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Harald Küppers
Renamo: Über den Wandel der mosambikanischen Rebellenbewegung zu einer politischen Partei
Ein Beitrag zur Transitionsforschung
Reihe: Demokratie und Entwicklung
Bd. 24, 1996, 176 S., 15.90 EUR, 15.90 CHF, br., ISBN 3-8258-3032-2


Zwei Daten in der jüngsten Geschichte stehen symbolisch für den politischen Wandel in Mosambik: Der 4. Oktober 1992, an dem in Rom Staatspräsident Joaquim Chissano und Renamo-Führer Afonso Dhlakama das Allgemeine Friedensabkommen unterzeichneten, und die Tage des 27. - 29. Oktober 1994, an denen die ersten Mehrparteienwahlen stattfanden. Bis zu dem Friedensabkommen dominierte in der internationalen Öffentlichkeit das Bild der Renamo als einer von Südafrika gesteuerten Bande von Terroristen und "bewaffneten Banditen". Um so überraschender kam für viele ihr gutes Abschneiden bei den Wahlen.

Dieses Buch setzt sich kritisch mit der Entstehung der Rebellenbewegung auseinander und zeigt Ursachen für die Unterstützung durch Teile der mosambikanischen Gesellschaft. Während der Krieg mit Hilfe der Geheimdienste aus Rhodesien und Südafrika Ende der 70er Jahre begann, sich im Laufe der 80er Jahre intensivierte und zunehmend interne Konfliktinhalte wie ideologische, regionalistische und ethnisch-kulturell bedingte Gegensätze an Bedeutung gewannen.

Mit der politischen Öffnung des "marxistisch-leninistischen" Frelimo-Regimes und dem Ende des globalen West-Ost-Konfliktes veränderte auch die Renamo ihre Strategie und ließ sich schließlich auf Entwaffnung ihrer Truppen, Wahlen und parlamentarische Arbeit und somit auf eine zivile Form der Konfliktaustragung ein.

Harald Küppers ist Politologe und war zwischen 1990 - 95 mehrfach zu Studienzwecken in Mosambik und Angola.





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