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Ulrich Schulz-Buschhaus
Moralistik und Poetik
Reihe: Ars Rhetorica
Bd. 8, 1997, 264 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 3-8258-3315-1


Hauptthema der hier präsentierten Aufsätze ist die wechselseitige Abhängigkeit, die sich in der europäischen Literatur, vor allem der frühen Neuzeit, zwischen morali(sti)schen Argumenten und poetologischen wie rhetorischen Formen ergibt. Phänomene solcher Interdependenz betreffen insbesondere die entscheidenden Modernisierungsprozesse einer Temporalisierung des Bewußtseins und einer Ausdifferenzierung gesellschaftlicher Funktionen. Beide Vorgänge spiegeln sich in bestimmten Wandlungen von Rhetorik, Interaktion, Konversation, Politik und Mode, welche das Buch an einer Beispielserie verfolgt, die von Machiavelli über Gracián und La Bruyère bis zu Marcel Proust reicht.

Ulrich Schulz-Buschhaus, geb. 1941, Professor für Romanische und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Graz, ist Balzac-, Flaubert- und Fin-de-siècle-Spezialist. Als Kritiker literaturwissenschaftlicher Prosa und als Verfasser zahlreicher Aufsätze zielt er auf die Entwicklung einer erkenntniskritischen vergleichenden Literaturgeschichte seit der italienischen Renaissance. Buchveröffentlichungen über die italienische Renaissance- und Barocklyrik: Das Madrigal (1969), über die Gattungsgeschichte des Kriminalromans: Formen und Ideologien des Kriminalromans (1975) sowie zur Methodologie und Epistemologie der Literaturwissenschaft: Der Kanon der romanistischen Literaturwissenschaft (1975), Literarische Erziehung - wozu? (1976).





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