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Jaime Sperberg
Urbane Landbesetzungen in Santiago de Chile und Buenos Aires
Soziale Bewegungen in Chile und Argentinien in den 80er Jahren
Reihe: Politikwissenschaft
Bd. 43, 1997, 144 S., 20.90 EUR, 20.90 CHF, br., ISBN 3-8258-3407-7


Die achtziger Jahre werden in Lateinamerika als das "verlorene Jahrzehnt" bezeichnet. Diese eher auf die negative sozio-ökonomische Entwicklung bezogene Aussage verdeckt aber die in dieser Periode entfalteten Partizipations- und Demokratisierungspotentiale aus der Zivilgesellschaft. Die in den 80er- Jahren in Santiago de Chile und Buenos Aires stattgefundenen Landbesetzungen zur Lösung des Wohnproblems haben sowohl die autoritären Regime beider Länder wie auch die in Argentinien seit 1983 wiedergewonnene Demokratie herausgefordert. Die Betrachtung der Landbesetzungen und ihrer Organisationen, vor dem Hintergrund unterschiedlicher Regimetypen (autoritär versus demokratisch), eröffnen ein komplexes Bild der von den Landbesetzern verfolgten Strategien und der staatlichen Aktionen bzw. Reaktionen. Auch wenn sich zeitweise autonome Landbesetzerbewegungen konstituieren konnten, war die Gefahr einer "Vereinnahmung" durch übergreifende parteipolitische und stark personenorientierte klientelistische Bezüge nicht auszuschließen.





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