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Susanne Fleischner
"Schöpferische Denkmalpflege"
Kulturideologie des Nationalsozialismus und Positionen der Denkmalpflege
Reihe: Beiträge zur Denkmalpflege und Bauforschung
Bd. 1, 1999, 178 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, br., ISBN 3-8258-4123-5


Die Auseinandersetzung mit der Stellung der Denkmalpflege im Nationalsozialismus ist eine Aufgabe, der sich das Fach erst in den letzten Jahren gestellt hat. Hier wird die Frage gestellt, in welchem geistigen Verhältnis das theoretische Selbstverständnis der Denkmalpflege und die NS-Ideologie der "völkischen Kultur" standen. Die Antwort hierauf ist ein wesentlicher Baustein für ein tiefergehendes Verständnis zur Situation des Faches im Faschismus. Es wird die These aufgestellt, daß die deutsche Denkmalpflege durch die Art und Weise, wie sie ihre Aufgaben definierte, aktiv und passiv dazu beigetragen hat, die Denkmälerwelt zum Objekt nationalsozialistischer Ideologisierung werden zu lassen. Grundlage der Untersuchung ist der Vergleich kulturideologischer Elemente mit spezifischen Positionen der Denkmalpflege. Die Beispiele der Restaurierungen der Nürnberger Burg, der Feste Marienberg in Würzburg und des Trifels bei Annweiler zeichen die Umsetzung der Theorie der "schöpferischen Denkmalpflege" in die praktische Restaurierungsarbeit nach. Die Positionen, die in den 30er Jahren eingenommen wurden, sind nach 1945 - besonders was den Wiederaufbau betrifft - weiter vertreten worden. Sie sind auch heute noch aktuell, wenn aus einer ästhetischen Wertung des Denkmals heraus, gestalterisch motivierte Entscheidungen getroffen werden.





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