LIT Verlag Zum LIT Webshop

Coverabbildung

 
Joachim H. Knoll
Jugend, Jugendgefährdung, Jugendmedienschutz
Reihe: Junge Lebenswelt
Bd. 1, 2000, 212 S., 17.90 EUR, 17.90 CHF, br., ISBN 3-8258-4209-6


Der rechtliche Jugendmedienschutz reicht in Deutschland bis in die Gesetzgebung und Rechtsprechung der Weimarer Republik zurück und gilt im europäischen Vergleich als ein nahezu perfektes Regelungsinstrument. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Medienanbieter wird heute als Korrektiv und Ergänzung des staatlichen Jugendmedienschutzes mit zunehmender Wertschätzung versehen. Da die neue Schriftenreihe Phänomene der außerschulischen Sozialisation beschreiben und kommentieren möchte, gebührt der Sozialisation durch Medien eine erhebliche Aufmerksamkeit, zumal wenn man Jugendliche Lebenswelt als Medienwelt begreift und sie auch solchermaßen beschreibt.

Im ersten Band wird Jugendmedienschutz im Spannungsfeld von gesetzlichen Vorgaben und der begründeten Sachkompetenz Freiwilliger Selbstkontrolle erläutert. Dabei wird das Verhältnis von Staat und Gesellschaft im Rahmen des Jugendschutzes ebenso behandelt, wie Werte- und Normfragen, die Leitlinien für einen pädagogisch begründeten Jugendschutz angesichts veränderter Selbstkonzepte Jugendlicher vorzeichnen können. Die Beobachtungen werden vor allem im Widerschein von Gutachten und Stellungnahmen des Verfassers konkretisiert und zwar im Hinblick auf Gefährdungen, die entweder tatsächlich vorhanden sind oder durch tradierte Vorurteile vermutet werden. "Gewalt" und "Pornographie" treten als Tatbestandsmerkmale der Jugendgefährdung besonders hervor. Daneben werden Grundfragen der sozialethischen Orientierung und der Altersdefinition Jugendlicher ausführlich erörtert. Der Verfasser setzt auf eine liberal verfaßte Selbstkontrolle, die er als Ausdruck gesellschaftlicher Selbstregulation versteht.

Joachim H. Knoll ist emeritierter Ordinarius für Pädagogik der Ruhr-Universität Bochum.





(c) LIT Verlag Berlin-Münster-Wien-Zürich-London - Impressum/Kontakt