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Stephan Weyer-Menkhoff
Wozu wird christliche Religion unterrichtet?
Ein Diskurs zur Notwendigkeit ästhetischer Vermittlung
Reihe: Ästhetik - Theologie - Liturgik
Bd. 9, 1999, 424 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, br., ISBN 3-8258-4255-X


Durch die Leitfrage, wozu christliche Religion unterrichtet werde, wird das Feld der Religionspädagogik in teleologischer Perspektive bestellt. Dazu werden historische Konzeptionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert so traktiert, daß ein Diskurs über die Grundlegung des Religionsunterrichtes entsteht. In diesem Diskurs argumentiert die Position ästhetischer Vermittlung mit einer Gegenständlichkeit von Religion, welche die Lernenden im ästhetischen Prozeß von Wahrnehmung, Gestaltung und Reflexion zum Gegenüber der Religion werden läßt. Daß die Figur des Gegenübers im Zentrum christlicher Religion angelegt ist, zeigt der Rückgriff auf die Christologie. Christliche Religion wird in ästhetischer Vermittlung nicht anders unterrichtet als auf die christliche Bestimmung von Religion hin. Damit widerspricht das ästhetische Argument der Figur von Konvergenz, welche Religion und Subjekt in allgemeine und unterrichtlich zu operationalisierende Vermittlung bringt.

(Prof. Dr. Martin Weyer-Menkhoff ist Direktor des Ökumenischen Instituts für Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd)





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