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Harm Klueting
Das Reich und Österreich 1648-1740
Reihe: Historia profana et ecclesiastica
Bd. 1, 1999, 144 S., 20.90 EUR, 20.90 CHF, gb., ISBN 3-8258-4280-0


Es ist unstrittig, daß die Republik Österreich heute kein Teil der Bundesrepublik Deutschland ist oder werden soll. Es ist aber auch unstrittig, daß das heutige Österreich in der Vergangenheit nicht nur ein Teil des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation war, sondern auch ein Teil Deutschlands. Strittig ist nur, wann entscheidende Momente des Herauswachsens Österreichs aus dem Reich anzusetzen sind - 1495, 1530, 1620, 1648, 1683, 1714, 1740 oder 1783 - und wann Österreich aus Deutschland ausschied - 1806, 1848, 1866 oder 1945. Eine nur scheinbar ganz andere Frage ist die nach der Bedeutung des Westfälischen Friedens für die Stellung des Kaisers, der zugleich österreichischer Landesherr war, als Reichsoberhaupt. Daß beide Fragen zusammengehören, zeigt diese Veröffentlichung, deren seit langem als Frühneuzeithistoriker mit Arbeiten u. a. zum Josephinismus bekannter Autor die Frage nach dem Herauswachsen Österreichs aus dem Reich hier für den Zeitabschnitt vom Westfälischen Frieden bis zum Tod Kaiser Karls VI. und dem Aussterben des Hauses Habsburg verfolgt.

Das Buch umfaßt die Kapitel: I. Das Verhältnis von Reich und Österreich nach 1648 in der Historiographie, II. Der Westfälische Frieden, III. Kaiser und Reich in der Reichspublizistik, IV. Föderalistische, hierarchische und dualistische Kräfte, V. Ferdinand III., der Reichstag von 1653 und die Reichshofratsordnung von 1654, VI. Leopold I., der Immerwährende Reichstag und die Reichsdefensionalordnung von 1681, VII. Der Kaiser als Türkensieger, "Österreich über alles" und der Pfälzische Krieg, VIII. Der Reichsadel, die Reichskirche und die Rückkehr des Kaisers ins Reich, IX. Der Spanische Erbfolgekrieg, der Sieg der "österreichischen Partei" unter den Wiener Ministern und die Italienpolitik Josephs I., X. Die Friedensschlüsse von Utrecht, Rastatt und Baden, Karl VI. und die Preisgabe der Reichsinteressen und die Pragmatische Sanktion, XI. Schluß.

Harm Klueting ist Professor der Neueren Geschichte an der Universität zu Köln.





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