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Rainer Dormels
Koreanische Reimwörterbücher des 18. Jahrhunderts
List und Tücke bei der Standardisierung der sinokoreanischen Lautungen
Reihe: Koreanistische Studien
Bd. 4, 1999, 160 S., 20.90 EUR, 20.90 CHF, br., ISBN 3-8258-4423-4


Über 60% des koreanischen Wortschatzes besteht aus Sinokoreanismen. Die sinokoreanischen Lautungen in den heute verwendeten chinesisch-koreanischen Zeichenlexika basieren weitgehenst auf den in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts festgelegten Lautungen. In vorliegendem Band wird die Verfahrensweise der Standardisierung der sinokoreanischen Lautungen in den Reimwörterbüchern des 18. Jahrhunderts, insbesondere im Samun-songhui (1751), erörtert. Die anschließende Auswertung lüftet das Geheimnis der verborgenen Motivation für die Schaffung dieser Reimwörterbücher: Lautveränderungen im Neukoreanischen, insbesondere die t-Palatalisierung, waren der entscheidende Grund für ihre Kompilation. Mit Hilfe von Tricks versuchte man, die Aussprache der sinokoreanischen Lautungen Veränderungen innerhalb der koreanischen Sprache anzupassen, dies jedoch offiziell als Anpassung an "korrekte" chinesische Lautungen auszugeben.

Dr. Rainer Dormels ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ostasienwissenschaften an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg.





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