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Mechthild Leutner, Klaus Mühlhahn (Hrsg.)
Deutsch-chinesische Beziehungen im 19. Jahrhundert
Mission und Wirtschaft in interkultureller Perspektive
Reihe: Berliner China-Studien
Bd. 38, 2001, 408 S., 35.90 EUR, 35.90 CHF, br., ISBN 3-8258-5736-0


Im Kontext der neueren Imperialismusforschung kommt den Grundzügen und Charakteristika der Beziehungen zwischen europäischen und überseeischen Gesellschaften eine zentrale Rolle zu. Die Interaktionen zwischen indigener Bevölkerung und Vertretern fremder Mächte werden in dem vorliegenden Band am Beispiel deutscher Kaufleute und Missionare in China am Ende des neunzehnten Jahrhunderts untersucht. Die Deutschen standen im beruflichen wie auch im privaten Leben stets in Kontakt mit der sie umgebenden chinesischen Gesellschaft. Unabhängig von ihren spezifischen Interessen trafen sie auf eine Gesellschaft, deren soziale Ordnung und kulturelle Orientierung ihnen fremd war. Im Verlauf des imperialistischen Vordringens aber musste die deutsche Seite lernen, dass der Erfolg ihrer Tätigkeit in China davon abhing, ob es gelang, eine Möglichkeit zu Verhandlungen und Kompromissen mit der anderen Seite zu finden. Auch auf chinesischer Seite wurde danach gesucht, den Handlungsspielraum aktiv zu erweitern und eigene Prioritäten zu setzen. Der Band enthält sechs Studien zu den Interaktionen zwischen Deutschen und Chinesen, 1890 - 1910, die auf zugrunde liegende interkulturelle Handlungsmuster hin analysiert werden und ein neues Konzept zur Analyse interkultureller Beziehungen entwickeln.

Mechthild Leutner ist Professorin für Sinologie an der Freien Universität Berlin.





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