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Ilmars Hirss
Ein Volk aus Juden und Heiden
Der ekklesiologische Beitrag des Ersten Petrusbriefes zum christlich-jüdischen Gespräch herausgegeben von Martin Rese in Zusammenarbeit mit dem Institutum Judaicum Delitzschianum
Reihe: Münsteraner Judaistische Studien. Wissenschaftliche Beiträge zur christlich-jüdischen Begegnung
Bd. 15, 2003, 216 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 3-8258-6618-1


Der Erste Petrusbrief ist ein Dokument frühchristlichen "Gemeindeaufbaus", das noch ganz alttestamentlich argumentiert, in Verlängerung einer über Jahrhunderte gewachsenen Israel-Theologie. Diese Ekklesiologie, die das Wort 'Kirche' (ekklesia) sogar noch vermeidet, wird hier mit den Mitteln historisch-kritischer Exegese dargestellt (Kap. 1 - 4) in der bewussten Absicht, das Verständnis des Briefes abzulösen von der meist antijüdischen Rezeption der hier dargestellten Ideen in der christlichen Kirche.

In einem zweiten Schritt (Kap. 5 - 6) wird der Ertrag dieses Verfahrens für das heutige christlich-jüdische Gespräch gewürdigt. Der "Bau" der Kirche, dieser immaterielle "Tempel", hat Jesus Christus als Eckstein - denn er behält als Unterbau Israel, das Volk des Alten Bundes.

Den Band beschließt ein Register der behandelten Passagen, womit er auch als Kommentar zu dem Brief als ganzem lesbar wird - der Leitlinie folgend, wonach das Hauptinteresse des Ersten Petrusbriefs auf der Bildung einer "israelkonformen" Kirche liegt.

Pastor Ilmars Hirss, Generalsekretär der Union Baptistischer Kirchen in Lettland und mit dieser Arbeit promoviert, lehrt Neues Testament an der Universität Riga.





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