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Elke Ohnacker
Die spätantike und frühmittelalterliche Entwicklung des Begriffs barbarus
Ein interdisziplinärer Versuch der Beschreibung distinktiver und integrativer gesellschaftlicher Konzepte
Reihe: Soziologie
Bd. 41, 2003, 272 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 3-8258-6748-X


Die Bezeichnung von Angehörigen fremder Gesellschaften als "Barbaren" findet sich bereits bei Homer und wird auch heute noch - weitgehend unreflektiert - gebraucht. Die vorliegende Arbeit will die Entwicklung dieses zentralen Konzepts für die Wahrnehmung des Fremden in einem maßgeblichen Zeitraum aufzeigen, der durch die Etablierung und Verfestigung neuer gesellschaftlicher und politischer Organisationsformen in der Nachfolge des Römischen Reiches geprägt ist. Die Rekonstruktion der sozialen Klassifikationsmuster, die sich in den zeitgenössischen lateinischen Schriftquellen hinter der oft lapidaren Bezeichnung bestimmter Personen oder Phänomene als "barbarisch" verbergen, basiert auf einer interdisziplinären Methodik, die sich grundlegender soziologischer Theorien gesellschaftlicher Genese und Formierung bedient.





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