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Peter Finke
Nomaden im Transformationsprozess
Kasachen in der post-sozialistischen Mongolei
Reihe: Kölner ethnologische Studien
Bd. 29, 2004, 400 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 3-8258-6964-4


Im Westen der Mongolei ziehen Nomaden scheinbar unverändert seit Jahrhunderten mit ihren Herden von einer Weide zur nächsten. Tatsächlich jedoch sind die Menschen dort tief in die großen weltpolitischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts hineingezogen worden. Nach Jahrzehnten sozialistischer Planwirtschaft sehen sie sich heute den neuen Herausforderungen einer privaten Marktwirtschaft ausgesetzt. Diese Arbeit schildert die Auswirkungen dieser Transformation im lokalen Kontext und die Strategien der Betroffenen, ihr Leben neu zu organisieren. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Wandel von formellen und informellen Institutionen. In sozialistischer Zeit hatte der Allmachtsanspruch des Staates zu einer Schwächung lokaler Institutionen geführt, denen heute daher oft die Vertrauensgrundlage fehlt, um als Basis für den Neuaufbau kooperativer Strukturen zu dienen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Handlungsstrategien und Entscheidungsgrundlagen der einzelnen Akteure innerhalb der bestehenden Rahmenbedingungen aufzuzeigen.

Peter Finke hat an den Universität München, Göttingen, Berlin und Köln Ethnologie und Zentralasienwissenschaften studiert. Zurzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Ethnologie in Halle/Saale.





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