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Michi Knecht
Zwischen Religion, Biologie und Politik
Eine kulturanthropologische Analyse der Lebensschutzbewegung
Reihe: Forum Europäische Ethnologie
Bd. 4, 2006, 328 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 3-8258-7007-3


Als zeitgenössische Protestbewegung ist die Lebensschutzbewegung in der BRD in kollaborative wie antagonistische kulturelle Strömungen eingebettet. Die Untersuchung rekonstruiert die Anfänge der heutigen Bewegung aus der Perspektive ihrer Protagonistinnen und Protagonisten und analysiert, wie die Politisierung von Religion, die Sakralisierung von Biologie und eine moralische Rekonstruktion von Geschlechterverhältnissen zusammenwirken. Sie versteht diese Dimensionen als Elemente einer Kosmologie in Aktion, die auf die Transformation von Individuen und Gesellschaft im Feld emergenter biosozialer Phänomene gerichtet ist.



"... ein wertvoller Beitrag empirischer Fundamentalismus-Forschung ... "



"Verankert im Fach Europäische Ethnologie, plädiert die Autorin mit spürbarer Leidenschaft dafür, "Fundamentalismus", "Moderne", "Gender" und empirische Religionsforschung als relevante Arbeitsfelder zu erschließen. Das dabei angelegte Reflexionsniveau ist beeindruckend. Dies gilt vor allem für die luzide Verarbeitung des Theorieangebots, insbesondere im Hinblick auf die Methodik der teilnehmenden Beobachtung und die Selbstpositionierung der Forscherin in einem "schwierigen Feld"".



"All jenen, die sich mit Religion unter den Bedingungen einer komplexen Moderne befassen, sei diese in vielfacher Hinsicht lehrreiche Arbeit wärmstens empfohlen."

Peter J. Bräunlein in "Zeitschrift für Religionswissenschaft"





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