LIT Verlag Zum LIT Webshop

 
Hülya Tasci
Identität und Ethnizität in der Bundesrepublik Deutschland am Beispiel der zweiten Generation der Aleviten aus der Republik Türkei
Reihe: Politikwissenschaft
Bd. 138, 2006, 424 S., 39.90 EUR, 39.90 CHF, br., ISBN 3-8258-9619-6


In dieser empirischen Studie werden die Betrachtungsweisen der Aleviten mit teilweise sich widersprechenden Ein- und Abgrenzungsprozessen aufgezeigt sowie der Struktur des Alevitentums nachgegangen. Der Schwerpunkt der Forschung gilt dabei in erster Linie den Eigendefinitionen, die zur übergreifenden alevitischen Zugehörigkeit im Widerspruch und zueinander in Konkurrenz stehen. Religiöse, sprachliche und staatsbürgerliche Zugehörigkeit, politische Vorstellungen und mögliche Zukunftsperspektiven werden in ihrer Heterogenität beschrieben. Die zweite Generation der Aleviten mit ihren diversen Zugehörigkeiten spiegeln die Realität der bundesrepublikanischen Gesellschaft wieder. Das impliziert, dass immer mehr deutsche Staatsbürger islamischen Glaubens und vielleicht gar mit einer anderen als der deutschen Sprache aufgewachsen sind. Diese Merkmale stehen wiederum in Bezug zu anderen kollektiven und ethnischen Zugehörigkeitskriterien. Die Aleviten stellen somit eine Vielfalt dar und sind dennoch Bestandteil dieser Bundesrepublik Deutschland und insbesondere - durch die wachsende Zahl der Einbürgerung - deutsche Staatsbürger.

Hülya Tasci, Dr. rer. pol., geb. 1970. Studium der Politischen Wissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und an der Freien Universität Berlin, Schwerpunkt Migrations- und Minoritätenforschung. Zuvor Tätigkeit in diversen Beratungsstellen. 1990 - 1994 Studium der Sozialarbeit an der Fachhochschule Dortmund, Schwerpunkt Bildungs- und Beratungsarbeit.





(c) LIT Verlag Berlin-Münster-Wien-Zürich-London - Impressum/Kontakt