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Gertrud Wendermann
Studien zur Rezeption des Neo-Impressionismus in den Niederlanden
Reihe: Kunstgeschichte
Bd. 38, 1993, 900 S., 65.90 EUR, 65.90 CHF, gb., ISBN 3-89473-093-5


Während sich die nationale und internationale Forschung zur Kunstgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts bislang vorrangig mit niederländischen Künstlern wie Vincent van Gogh und Piet Mondrian auseinandersetzte, möchte diese Arbeit einen Beitrag leisten zum besseren Verständnis einer künstlerischen Erneuerungsbewegung, die zeitlich zwischen der Haager Schule (Jozef Israels, Anton Mauve u. a.) und dem sog. Amsterdamer Luminismus (Piet Mondrian, Kees van Dongen, Jan Sluyters u. a.) einzuordnen ist und avantgardistische Entwicklungen, wie z. B. De Stijl, vorbereitete.
Da sich die Untersuchung nicht nur mit der Rezeption der durch Georges Seurat begründeten `wissenschaftlichen' Richtung des Impressionismus in den Niederlanden beschäftigt, sondern wegen ihrer integralen Rolle auch die führenden neo-impressionistischen Maler in dem mit Holland und Frankreich benachbarten Belgien miteinbezieht (Henry van de Velde, Theo van Rijsselberghe u. a.) und auf vielfältige Beziehungen zu Deutschland verweist (Harry Graf Kessler und die ersten Ausstellungen mit neo-impressionistischen Werken in Deutschland, Julius Meier-Graefe, die neo-impressionistischen Maler Curt Herrmann, Paul Baum, Ivo Hauptmann u. a.), entsteht ein übergreifendes Bild einer international sich ausbreitenden Stilströmung.
Anhand von zahlreichen, bisher unpublizierten Quellen und zeitgenössischen Dokumenten wird die historische Situation, in der Ende des 19. Jahrhunderts neo-impressionistische Werke in den Niederlanden gemalt, ausgestellt und gesammelt wurden, so exakt wie möglich rekonstruiert. Neben diesen kultursoziologischen Aspekten bildet die stilkritische und thematisch-ikonographische Untersuchung der prominentesten niederländischen Vertreter des Neo-Impressionismus (Jan Toorop, Johan Thorn-Prikker, Hendrik Pieter Bremmer [Mitbegründer der bedeutendsten europäischen Neo-Impressionisten-Sammlung im Kröller-Müller-Museum, Otterlo], Johan Joseph Aarts, Jan Vijlbrief und Ferdinand Hart Nibbrig) einen weiteren Schwerpunkt.





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