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Ralf Stegner
Theatralische Politik made in USA
Das Präsidentenamt im Spannungsfeld von moderner Fernsehdemokratie und kommerzialisierter PR-Show
Reihe: Politik & Kultur
Bd. 2, 1992, 450 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, br., ISBN 3-89473-375-6


Das Wechselverhältnis von Medien und Politik am Beispiel von Fernseh- Wahlkämpfen und US-Präsidenten ist das Thema des jetzt vorliegenden Bandes, mit dem versucht wird, eine wichtige Dimension der Dynamik der US-Politik in den achtziger und neunziger Jahren zu begreifen.
In insgesamt acht Kapiteln werden die Präsidentschaftswahlkämpfe im Medienzeitalter und die besondere Bedeutung der politischen Fernsehberichterstattung sowie die Rolle des Präsidenten in der Öffentlichkeit analysiert. Fallstudien zu den Präsidentschaftswahlen von 1988 und zum "Paradebeispiel", der Präsidentschaft Ronald Reagans geben einen Einblick in die dominante Rolle, die das Fernsehen und die Öffentlichkeitsarbeit nicht nur für die Präsidentschaftswahlkämpfe, sondern auch für die Amtsführung eines Präsidenten in den USA heute spielen.
Dabei zeigt sich insbesondere, in welchem Maß Stilelemente des Theaters und des Showbusiness Auswahlprozeß und Amtsführung bestimmen.
Im Dickicht von Mythos und Ritualen, Entscheidungs- und Schaupolitik, Fernsehrealitäten und Pseudokontexten, "boulevardisierter Politik" und politischem Theater, Medienwahlkämpfen und konturlosen Parteien findet eine "Theatralisierung" der Politik statt, die ihren Höhepunkt offenbar noch nicht erreicht hat. Die Folgen davon sind alles andere als positiv, jedenfalls dann, wenn man unter repräsentativer Demokratie bewußte Wählerentscheidungen, kompetente Regierungen und eine politische Kultur versteht, bei der der Mensch im Mittelpunkt ist.





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