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Sabine Küper Basgöl
Frauen in der Türkei zwischen Feminismus und Reislamisierung
Mit einem Vorwort von Udo Steinbach
Reihe: Demokratie und Entwicklung
Bd. 4, 1993, 250 S., 17.90 EUR, 17.90 CHF, br., ISBN 3-89473-481-7


"Gerechtigkeit statt Gleichheit", so lautet der Slogan der islamistischen Frauenbewegung in der Türkei - antagonistischer Gegenpol des in den vergangenen zehn Jahren erstarkten Feminismus. Beide Bewegungen tauchten in den 80er Jahren auf der politischen Bühne der Türkei auf, sind als Gegenreaktion der Frauen auf den kemalistischen Modernisierungsmythos der offiziellen Staatsideologie zu verstehen, die mit dem dritten Militärputsch von 1980 erneut das politische Leben des verwestlichtesten Staates im Nahen Osten in zentralisierte Bahnen zu lenken versuchte. Die vorliegende Untersuchung lokalisiert die verschiedenen Träger, Interessensgruppen und politischen Spektren um den Aufstand im Haus der Frauen, verfolgt seine Wurzeln bis zu den ersten feministischen Bewegungen im untergehenden Osmanischen Reich des 19. Jahrhunderts.
Die Entwicklungsgeschichte der türkischen Republik wird in differenzierter Form präsentiert, von besonderer Bedeutung ist die Rolle des Islam als populärpolitischem Potential und Puffer für verfehlte Entwicklungsstrategien, thematisiert allerdings aus neuer Perspektive: der der Frauen.





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