Beschreibung
In Europas Geschichte sind Religion, Philosophie und schließlich auch die Naturwissenschaft eng mit der Politik verwoben – ist doch das moralische und SINN-Motiv partiell weltinterpretationsabhängig. Dabei sind gerade auch der Philosophie schwere, vermeidbare Fehler unterlaufen. Prominent zuerst in Sokrates: Er verkennt seine geistes- und kulturgeschichtliche Kontinuität zu Homer.
Der Mangel an Kontinuitätsbewusstsein weitet sich nach Platon und seiner Schule (Cicero) auf die Philosophiegeschichte selbst aus, verstellt ihr Ziel allgemeiner Überzeugungskraft und spontaner Friedenstüchtigkeit. Dies sowie die Geschichte des antiken Roms und des Mittelalters weisen auf das, was in der Moderne falsch läuft. Frei nach Adorno gibt es kein richtiges politisches Leben in einem falsch verstandenen geschichtlichen.


