Beschreibung
Samuel Alexander zählt zu den bedeutendsten, heute jedoch weitgehend vergessenen Metaphysikern des frühen 20. Jahrhunderts. Die Studie entwickelt eine Neuinterpretation seines Denkens, die ihn weder als naiven Realisten noch als Vertreter einer Emergenzmetaphysik versteht. Im Zentrum steht Alexanders genuin phänomenologischer Ausgang von der Erfahrung: Phänomenologie erscheint dabei nicht als Bewusstseinsphilosophie, sondern als methodische Selbstbeschränkung am Gegebenen. Von hier aus wird Alexanders kritisch-produktive Kantrezeption als inverse Transzendentalphilosophie verständlich, die nicht nach den Bedingungen der Möglichkeit von Erfahrung fragt, sondern von der Erfahrung selbst ausgeht.


