Beschreibung
Herbert Madinger (1922-2010) erreichte mit seinen Schriften in Millionenauflage eine breite Leserschaft. Angesichts von Bestrebungen, seine Seligsprechung herbeizuführen, bietet das Buch eine Beschreibung seines Lebens, seiner Theologie und seines Wirkens als Gründer der aus der Wiener Kath. Glaubensinformation hervorgegangenen Gemeinschaften.
Dies geschieht auf Basis einer Analyse seiner Bücher und von Aussagen von (ehemaligen) KGI-Mitgliedern. Dargestellt wird, wie sich Madinger nach einem Bekehrungserlebnis in der Kriegsgefangenschaft dagegen entschied, als Physiker am Bau der Atombombe mitzuwirken und stattdessen ein Heimat-Missionar wurde. Dabei entwickelte er sich von einem Verkünder des konziliaren Aufbruchs zu einem Warner vor dessen Folgen. Er entwarf eine einfach konzipierte Theologie, die den Anspruch erhob, im Gegensatz zu einem unübersichtlichen theologischen
„Pluralismus“ die katholische Lehre auf eindeutige Weise darzustellen.
Als Wege zur Rettung der Welt wies er eine marianisch geprägte Spiritualität, den Gehorsam gegenüber dem Papst und die Bildung von Jüngergruppen. Bis heute polarisiert seine Person. Ihm wird sowohl Verehrung als auch Kritik entgegengebracht.
Walter Ender, Religionspädagoge und Pastoraltheologe, war in der Wiener Schulaufsicht für Religion (katholisch) und als Lehrender der KPH Wien/Niederösterreich tätig. Viele Jahre war er Mitglied der KGI-Gruppen bzw. der Jüngergemeinschaft

