Beschreibung
Die vorliegende Studie analysiert zentrale christologische Entwürfe im Horizont des Spannungsverhältnisses von göttlicher und menschlicher Wirklichkeit und zielt auf eine Überwindung der dichotomischen Gegenüberstellung von „Christologie von oben“ und „Christologie von unten“. Unter Rückgriff auf die relationale Ontologie Peter Knauers († 2024) wird ein systematisch-theologischer Paradigmenwechsel entfaltet, der die Verhältnisbestimmung von Theologie und Anthropologie neu konturiert. Im kritischen Dialog mit den frühchristlichen Konzilien sowie den Entwürfen von Joseph Ratzinger und Hans Küng wird aufgezeigt, inwiefern sich christologisches Denken unter gegenwärtigen Bedingungen zugleich traditionsgebunden und diskursfähig formulieren lässt.
Innocent Nduwimana (*1978), römisch-katholischer Priester aus Gitega (Burundi), wurde von der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Bayern), zum Dr. theol. promoviert. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in der Christologie und der relationalen Ontologie.


