Beschreibung
Die hier vorgestellten rechtspolitischen Memoranden trug der Johanniter- oder Malteserorden auf dem Wiener Kongress vor. In den Anfängen des 19. Jahrhunderts war seine Souveränität und Völkerrechtsfähigkeit nach dem Verlust des Ordensstaates Malta an einen Wendepunkt gelangt. Vergeblich bemühte er sich, ein Ersatzterritorium zu erlangen. Der Plan des Kongresses, die Rheinschifffahrtskommission zu gründen, war für den Orden sicherlich sehr bedeutsam. Die in Wien vertretene Völkerrechtsgemeinschaft sah so das erste staatenlose Völkerrechtssubjekt als internationale Organisation vor. Heute sind solche Organisationen häufiger, eine Entwicklung, von welcher der Orden nur profitieren konnte.
Dr. iur. Wolf-Dieter Barz forscht seit 1975 zum Malteserorden und dessen Territorien Rhodos, Malta sowie dem sog. Fürstentum Heitersheim (Oberrhein).
Peter Fieser (Romanist, Amerikanist) war tätig im Bereich Öffentlichkeitsarbeit einer politischen Partei und arbeitete für Konversionsprojekte ehemaliger Militärflächen.

