Beschreibung
Entgegen seinem Namen war für Zänker bei klarer Stellung zu Bibel und Bekenntnis ein friedliches, ausgleichendes Wesen kennzeichnend.
Im Laufe seines Lebens sah er sich jedoch immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert:
-
als Student und Schüler von Martin Kähler mit der liberalen Theologie
-
als Gemeindepfarrer mit der Seelsorge an sog. „Gebildeten“ und mit der Anthroposophie
-
als Predigerseminardirektor im Umgang mit jungen Theologen, darunter vielen Kriegsfreiwilligen des Ersten Weltkriegs
-
als Generalsuperintendent für die ihm bis dahin unbekannten Sprengel Breslau und Oppeln, in guter Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Martin Schian
-
als Bischof für Gesamtschlesien und führender Vertreter der Bekennenden Kirche Schlesiens in Auseinandersetzung mit den Deutschen Christen in Konsistorium, Theologischer Fakultät und DC-Bürokratie im Evangelischen Oberkirchenrat (Zänkers Beurlaubung und Zwangspensionierung trotz einer Flut von Protesten), aber auch mit dem radikalen Flügel der Bekennenden Kirche („Naumburger“)
-
als Seelsorger an den Heimatvertriebenen in West- und Mitteldeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, dazu die Konfrontation mit der umstrittenen Görlitzer Kirchenleitung
Hans-Wilhelm Rahe: Dr. theol. über „Bischof Roß“, Pfarrer in Herford und Gelsenkirchen
Marlis Rahe: Dr. med., Missionsärztin in Tanzania, Pfarrfrau

