Beschreibung
Kirchen leeren sich dramatisch. Gleichzeitig steigt der spirituelle Bedarf. Drinnen ist man rationalistisch unterwegs. Der normale Mensch möchte die Inhalte religiöser Botschaften aber am eigenen Leibe spüren. Dafür muss Kirche neu ergründen, was Wortgebilde wie “Auferstehung von den Toten” ursprünglich erfassen konnten. Grundlegendes ist dafür neu zu entdecken: Sprach- und Zeichenphänomene, Hören, Sehen, Riechen, die Temperatur “brennender Herzen”, das Eng- und Weitwerden des Leibes, das Ausbrechen von Begeisterung. So funktionierte es, bis das Unsagbare durchbuchstabiert wurde. Gelänge es, die Welt des Hörensagens neu zu erschließen, belebte das den christlichen Glaubens nachhaltig.
Rüdiger Siemoneit (Jg. 1953), Pfarrer der EKvW. Nach Vikariat und Hilfsdienst Schulpfarrer am Berufskolleg. Danach Gemeindepfarrer in Bielefeld, Schwelm und Münster. Promotion (1998). Systemischer Gemeindeberater. Gute ökumenische Kontakte. Verheiratet, lebt in Drensteinfurt (Münsterland).

