Beschreibung
Musikalische Struktur-Analysen würden ihn meistens nur anöden, lautet das Bekenntnis von Dr. Hans Christian Schmidt-Banse, em. Professor für Rezeptionsdidaktik an der Universität Osnabrück. Weil er die unsagbare Lebendigkeit von musikalischen Organismen in den klinischen Autopsiebefunden nicht wiederfindet.
Sollte es nicht andere Wege geben, der Musik sich zu öffnen? Ihrer Sinnlichkeit vertrauen? DNAs entschlüsseln? Duftproben nehmen? Geschmacksnoten verkosten? Outfits bestaunen? Klangbilder in Wortbilder übersetzen und Klangreden in Wortreden? Ausdruckslandschaften kartographieren? Dem Musikalisch-Schönen erlauben, einfach nur schön zu sein?
Also die expressive Vielfalt der Musik mit dem Instrumentarium aus Metaphern phantasievoll einkreisen, mit einfühlsamen Texten die poetischen Texturen von Musik befragen, klingende Eindrücke in adäquaten Ausdrücken spiegeln … na ja, wenigstens versuchsweise.
Aber dafür müssten methodische Werkzeuge her. Deswegen macht die vorliegende Studie gleich sechzehn Angebote. Damit sich im Musikunterricht – alternativ zu trockenen Formal-Analysen – die Nützlichkeit von lebendigen Ausdrucks-Analysen beweisen möge. In aller Bescheidenheit, versteht sich.


