Beschreibung
Diese literaturwissenschaftliche Studie präsentiert 57 japanische Autorinnen, die in den letzten dreißig Jahren, von 1990 bis Frühjahr 2019, mit zwei der wichtigsten japanischen Literaturpreise ausgezeichnet wurden. Jede Autorin wird vorgestellt mit einer kurzen Biografie sowie mit einer Inhaltsangabe des preisgekrönten Werks und weiterer Werke, von markanten Erzählungen bis zu epischen Romanen, deren literarische Qualität zum Teil von Weltrang ist. Die vielseitigen Themen umfassen alle Gebiete der modernen japanischen Gesellschaft, beleuchtet aus neutraler oder aus typisch weiblicher Sicht. Damit kann auch eine nicht-japanologische Leserschaft ein lebhaftes, nuancenreiches Bild nicht nur von den einzelnen Schriftstellerinnen, sondern allgemein vom Leben im heutigen Japan gewinnen.
Dr. Diana Donath, 1968–2018, war Japanologin mit dem Schwerpunktgebiet Moderne Japanische Literatur. Sie studierte Japanologie, Sinologie und Ostasiatische Kunstgeschichte in Köln, Bonn und Tôkyô, Promotion an der Ruhr-Universität Bochum unter Prof. Bruno Lewin mit der Note Summa cum laude über den großen Autor Kôda Rohan (1867–1947). Sie war Lektorin an den Universitäten Bochum, HU Berlin und Wien sowie drei Jahre Gastprofessorin an der Jagiellonen-Universität Krakau, wo sie ihre Habilitationsschrift über Japanische Frauenliteratur der 1960er bis 1980er Jahre in englischer Sprache veröffentlichte. Sie publizierte acht Bücher und ca. 50 Beiträge in Fachzeitschriften, hielt über 25 Vorträge auf internationalen Konferenzen. Sie lebte insgesamt sieben Jahre in Tôkyô und unterrichtete dort auch an der Jissen Joshi Daigaku. – Ihre hinterlassene Studie wurde mit Ergänzungen herausgegeben von ihrer Mutter, der Japanologin Dr. Margarete Donath.

