Ankündigung
Thomas Walli

Der Mensch im Zeitalter des Trans- und Posthumanismus

iThomas Walli

Eine Standortbestimmung zwischen Anthropologie, Technikphilosophie und Politischer Theorie nach Günther Anders

ISBN 978-3-643-51320-5
Band-Nr. 240
Jahr 2026
Seiten 196
Bindung broschiert
Reihe Politikwissenschaft

ab 19,90 €

Artikelnummer: 978-3-643-51320-5 Kategorien: , ,

Beschreibung

Der Wunsch des Menschen, sich zu etwas Höherem zu entwickeln, ist ein Leitmotiv des Abendlandes. Zwei Gegenwartsströmungen, die einen „Neuen Menschen“ propagieren, sind Transhumanismus und Posthumanismus. Das Buch beleuchtet beide aus der Perspektive von Günther Anders’ Philosophie und erörtert ihre anthropologischen, technikphilosophischen und politiktheoretischen Dimensionen.

Die Arbeit verfolgt zwei Ziele: Erstens diskutiert sie beide Strömungen im Licht von Anders, indem dessen frühe Weltfremdheits- und Kontingenzphilosophie mit seiner späteren prometheischen Technikphilosophie verbunden wird. Zweitens skizziert sie darauf aufbauend eine Anders‘sche Politische Theorie bzw. Ethik der Kontingenz. Zwar hat Anders keine systematische Moralphilosophie vorgelegt, dennoch lassen sich Grundprinzipien ableiten, die als Grenzen des ethisch und politisch Vertretbaren dienen. Die hier dargelegte Politische Theorie der Kontingenz setzt an die Würde des je vorfindlichen Menschen, also einer konkreten Humanität, an.

Die Leitthese besagt, dass Anders’ lange unterschätzte Anthropologie und Technikphilosophie geeignet sind, die existenzphilosophischen und anthropologischen Fundamente der neuen, technologisch durchdrungenen conditio humana freizulegen.

Thomas Walli ist Senior Scientist am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck. Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Schwerpunkte u.a.: Politische Philosophie; Wissenschafts- und Technikforschung; Europäische Integration.