Beschreibung
Zur Einordnung von Stellenwert und Nachwirken des Mussolini-Faschismus ist nicht nur der europäische Kontext und das Hitler-Regime von Bedeutung, sondern Italiens Gesamtgeschichte des 20. Jahrhunderts (samt Vor- und Nachleben des Duce) und die Risorgimento-Zeit angesichts des Ersten Weltkriegs.
Insofern erweist sich der Faschismus keinesfalls als Betriebsunfall oder Parenthese der italienischen Geschichte, wie Benedetto Croce verschiedentlich äusserte, sondern gehört mitten in sie hinein, weshalb jede Auseinandersetzung mit diesem sinistren Vierteljahrhundert für das Land und sein Selbstverständnis zentral ist.
Carlo Moos, geboren 1944 in Neuchâtel, war an der Universität Zürich Professor für Neuere Allgemeine und Schweizer Geschichte und wurde 2010 emeritiert.

