Ankündigung

Eine verdrängte Erinnerung

Jakob Schweiger

Der geschichtsdidaktische Umgang mit den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morden und die Potentiale für das historische Lernen am Beispiel der Stadt Straubing

ISBN 978-3-643-15861-1
Band-Nr. 212
Jahr 2026
Seiten 160
Bindung broschiert
Reihe Geschichte

ab 29,90 

Artikelnummer: 978-3-643-15861-1 Kategorien: , , ,

Beschreibung

Zwischen 1933 und 1945 kamen im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde etwa 300.000 Menschen mit Behinderung oder einer psychischen Erkrankung ums Leben. Die eigene Menschenwürde und das Recht auf Leben wurde ihnen abgesprochen. Viel zu lange wurde über dieses Verbrechen geschwiegen, teilweise aus Scham, teilweise aus Angst vor der anhaltenden Stigmatisierung. Bis heute lässt eine vollständige Aufarbeitung und Anerkennung des Leids der Opfer und ihrer Angehörigen auf sich warten.

Gerade deshalb ist sie eine gesellschaftliche Verpflichtung, die bereits im Geschichtsunterricht beginnen muss. Vor diesem Hintergrund erschließt diese Arbeit die NS-„Euthanasie“ aus geschichtsdidaktischer Perspektive. Am Lokalbeispiel der Stadt Straubing wird aufgezeigt, wie ein regionalgeschichtlicher Zugang genutzt werden kann, um Abstraktes greifbar zu machen und so nachhaltiges historisches Lernen zu fördern. Dabei werden Chancen, aber auch Herausforderungen beleuchtet, die die unterrichtliche Behandlung dieses Themas mit sich bringt. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Integration von Perspektiven der Disability History in den Geschichtsunterricht.

Jakob Schweiger, geboren 2002, studierte von 2020 – 2025 Geschichte und Englisch für das Lehramt an Gymnasien in Regensburg und York. Aktuell arbeitet er an seiner Promotion über Volksfeste im Nationalsozialismus.