Beschreibung
Welche Rolle spielen kulturelle Zuschreibungen für die Selbst- und Fremddarstellungen frauenpolitischer Akteurinnen in Palästina und in Deutschland?
Mit einer biografischen Untersuchung arbeitet Ulrike Lingen-Ali eine Vielzahl von Dimensionen heraus, die für die befragten Frauen in Bezug auf ihre Selbstwahrnehmungen relevant sind. Statt Kultur und kultureller Differenz erweist sich Agency – die subjektive Handlungsfähigkeit – als zentrale Kategorie, an der die Interviewpartnerinnen ihre biografischen Beschreibungen retrospektiv ausrichten. In ihrer Arbeit stellt die Autorin vor, wie vielschichtig Agency von den Frauen erfahren und hergestellt wird.
Ulrike Lingen-Ali ist seit 2012 an der Universität Oldenburg Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Migration Gender Politics.