Beschreibung
Populäre Jugendkulturen werden häufig aufgrund ihrer Marktläufigkeit und hinsichtlich einer damit verbundenen unreflektierten Konsumhaltung oder ideologisch fragwürdiger Inhalte problematisiert. Sie gelten aber auch als ästhetische und subversive Gestaltungsräume, in denen Kritik an der Gesellschaft möglich erscheint. Entsprechend stoßen sie in pädagogisch-didaktischen Settings regelmäßig auf Ablehnung oder auf Widerhall.
In diesem Band werden spezifische populärkulturelle Produktionen für junge Menschen und von jungen Menschen aus verschiedenen Perspektiven daraufhin befragt, welche Rolle sie für Vermittlung, Lernen und Lehren im Feld von Kunst- und Musikpädagogik spielen. Wie kann eine Didaktik verfasst sein, die verschiedene jugendkulturelle Artefakte und Praktiken in den Blick nimmt? Wann lohnt es sich, die wissenstechnisch in der Regel informell verfassten Phänomene in formales Wissen zu übertragen und wie kann das gelingen? Wie wirken populärkulturelle Medien selbst in Hinblick auf Bildung? Die Beiträge laden zum Nachdenken darüber ein, wie Vermittlung konzipiert sein muss, wenn sie sowohl populärkulturellen Formaten als auch den jeweiligen Rezipient*innen gerecht werden will.
Andreas Bernhofer, Jan Grünwald, Iris Laner und Birke Sturm lehren und forschen in Kunst- und Musikpädagogik an der Universität Mozarteum

