Beschreibung
Vor und nach dem Inkrafttreten des chinesischen Zivilgesetzbuches gab es keine gesetzlichen Regelungen zum Rechtsinstitut der verbundenen Verträge im BGB. Lediglich das Oberste Volksgericht hat in einer justiziellen Auslegung einen ähnlichen Lösungsansatz für die Regelung des finanzierten Immobilienkaufs bereitgestellt. Seit langem steht dieses Rechtsinstitut im Fokus der chinesischen Rechtswissenschaft, wobei insbesondere seine Rezeption in China intensiv diskutiert wurde. Um 2021erreichte die Debatte ihren Höhepunkt – vor dem Hintergrund der konzentrierten Risikoentfaltung bei chinesischen Immobilienentwicklungsunternehmen und der zunehmenden Dringlichkeit des Schutzes von Rechten und Interessen der gewerblichen Wohnimmobilien-Verbraucher.
Welche zentralen strukturellen Hindernisse gibt es im Zivilrechtssystem für die Einführung dieses Rechtsinstituts im BGB und seine Rezeption in China? Weist der Lösungsansatz des Obersten Volksgericht größere Zielgenauigkeit und lokale Überlegenheit auf? Gibt es in China alternative rechtliche Regelungen zum Verbraucherschutz bei finanzierten Geschäften? Dieses Buch analysiert und beantwortet diese Fragen detailliert.
Frau Tan wurde 1988 in der VR China geboren und bestand 2009 das chinesische Staatsexamen. Im Jahr 2014 begann sie mit dem Promotionsstudium an der Fakultät für Rechtswisschaft der Universität Münster und erlangte 2021 den akademischen Grad des Doktors der Rechtswisschaften. Seit Oktober desselben Jahres übernimmt sie eine Lehrtätigkeit an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Shandong Jianzhu Universität und arbeitet nebenberuflich als Rechtsanwältin.

