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Der Euro kommt nicht aus den Schlagzeilen. Erst allmählich wird einer breiten Öffentlichkeit bewußt, was es bedeutet, die nationale Währung durch eine Währungsunion zu ersetzen. Auch in der Wissenschaft sind viele Aspekte, insbesondere die vielfältigen Verflechtungen zur politschen Ebene, erst spät systematisch bearbeitet worden.
Der vorliegenden Diskussionsband versucht, aus historischen, politischen, juristischen und last but not least wirtschaftswissenschaftlichen Positionen dem komplexen Gegenstand Währungsunion gerecht zu werden. Der Herausgeber hofft, auch im Namen der Beiträger, neben den Wissenschaftlern einer breiten Leserschaft die für die Zukunft Europas bedeutsame Thematik näherzubringen

Europa braucht Freiheit -- Václav Klaus
Europa steht an der Wegscheide. Gelingt es den Europäern, eine funktionsfähige Union zu werden oder mißlingt das Experiment. Václav Klaus hat als tschechischer Ministerpräsident und Präsident die Entwicklung auf verantwortlichen Positionen lange begleitet. Für Klaus ist die sich seit langem abzeichnende Integration zu einem dirigistischen Staat Europa ein Irrweg. Er plädiert für ein Alternativmodell: für ein Europa der Nationalstaaten, entsprechend der historischen Situation Europas.
Ein Europa der Bürger kann nur ein Europa der Nationalstaaten sein, da es den Bürger Europas nicht gibt.

Václav Klaus, geb. 1941, Wirtschaftswissenschaftler, tschechischer Ministerpräsident (1992 - 1998) und Präsident der Tschechischen Republik. Er ist Autor zahlreicher Publikationen und sieht sich als einen klassischen Liberalen und Verfechter der freien Marktwirtschaft.

Von der frommen Kunst, beleidigt zu sein -- Hans Conrad Zander
"Warum", fragte ich die Marokkaner, die schon seit Stunden mit mir am Tisch saßen und über Gott und die Welt schwatzten, "warum ist eigentlich der Mond das Symbol des Islam?" Sekunden später rannte ich quer durch Marrakesch um mein Leben. Ich hatte nicht bedacht, daß das französische Wort "lune", anders als das deutsche Wort "Mond", einen ironischen Unterton hat. "Lunatique" heißt "verrückt". In Marrakesch bin ich mit dem Leben davongekommen. Ich wage nicht, mir auszumalen, wie es mir in Kabul oder in Teheran ergangen wäre.

EURO-Krise: Austritt als Lösung? -- Dirk Meyer
Die Existenz einer EURO-Krise bestreitet niemand mehr. Lange schien es nur eine Lösungsstrategie zu geben: kein Austritt, keine Desintegration. Es ist Aufgabe der Politik und der Wissenschaft, gerade bei komplexen Fragestellungen Alternativen nicht aus den Augen zu verlieren.

Der Verfasser beschäftigt sich seit langem mit der Problematik und entwickelt einen Plan B zur EURO-Desintegration mit konkreten Handlungsalternativen.

Zeitenwende im arabischen Raum -- Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (Hg.), Projektleitung: Bert Preiss
Die Autorinnen und Autoren gehen der Frage nach, welche Folgen die Revolutionen im arabischen Raum für Europa und die Welt haben. Dabei steht die Bedeutung des arabischen Raums als wichtiger Öl-Lieferant der Industrienationen ebenso zur Diskussion wie die geostrategischen Erwägungen hinsichtlich der militärischen Kräfteverhältnisse im Nahen und Mittleren Osten.

"Zeitenwende in der arabischen Welt" beleuchtet aber auch noch andere wichtige Fragen: Welche Bedeutung hat die Zivilgesellschaft, und hier vor allem die Frauenbewegungen, für die arabischen Revolutionen und die politische und sozioökonomische Neugestaltung der Gesellschaft, und welche Rolle spielt dabei Religion, insbesondere der Islam?

Plagiate - Gefahr für die Wissenschaft? -- Thomas Rommel (Hg.)
Die Wissenschaft funktioniert, so der Anspruch, nach strengen Regeln. Ist das Vertrauen in die Integrität von Erkenntnis unübersehbar beschädigt, sind die Auswirkungen auf den Wissenschaftsbetrieb fundamental.
Die Autoren untersuchen aus verschiedenen Perspektiven, wie mit Plagiaten umgegangen wird. Sie stellen im internationalen Kontext dar, welche Folgen der Verlust von Integrität für den Plagiator hat und warum die Wissenschaft in besonderem Maße bemüht ist, den Diebstahl geistigen Eigentums zu ahnden.


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Auswahl



Politik: Forschung und Wissenschaft
Markus Porsche-Ludwig, Wolfgang Gieler, Jürgen Bellers (Hg.)
Sozialpolitik in Entwicklungsländern
Asien, Afrika, Lateinamerika - Ein Handbuch

Immer noch ist staatliche Sozialpolitik in den meisten Entwicklungsländern - in Asien, Afrika, und Lateinamerika - wenig ausgeprägt.

In Zentralafrika zum Beispiel ist dies in vielen Fällen in erster Linie durch eine fragile Staatlichkeit begründet, aber auch dadurch, dass die traditionalen Großfamilien die Aufgaben der Sozialpolitik übernehmen. Mit der Stabilisierung der politischen Lage in den Staaten Afrikas wird jedoch auch das Politikfeld Sozialpolitik gestärkt.

Diesem widmet sich der Band, indem er die vielfältigen staatlichen und internationalen "Interventionen" in den Entwicklungsländern Asiens, Afrikas, und Lateinamerikas historisch und aktuell schildert und analysiert.

So haben Staaten und familiare Unterstützungssysteme mittlerweile erreicht, dass auch in Afrika der Hunger abnimmt. In den meisten Fällen ist er "nur" noch kriegs- und politisch bedingt, nicht mehr durch Produktionsmängel.

Markus Porsche-Ludwig ist Professor für Politikwissenschaft und Öffentliches Recht an der Nationalen Dong Hwa Universität in Hualien, ROC Taiwan.

Wolfgang Gieler ist Professor für Intercultural and International Studies an der Universität Istanbul und Berater des TCSS (Turkish Center for Strategic Studies).

Jürgen Bellers ist Professor für Internationale Politik an der Universität Siegen.


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Aktuelle Meldungen

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Geschichtswissenschaft - 16.05.2013
Yehuda Bauer - Jüdische Reaktionen auf den Holocaust. Buchpräsentation
Sonntag 9. Juni 2013 11.00 Uhr. Topographie des Terrors Auditorium Niederkirchnerstraße 8, Berlin - Kreuzberg: Prof. Dr. Yehuda Bauer im Gespräch mit Dr. Juliane Wetzel, - Eintritt frei - Die Stiftung Topographie des Terrors und der LIT Verlag laden zu einer Buchpräsentation mit dem international renommierten israelischen Historiker und Holocaust-Forscher Yehuda Bauer ein. In Deutschland erschienen ganze Bibliotheken über den Holocaust. Gelegentlich wird die jüdische Reaktion behandelt, fast immer am Rande. Demnach kann der Eindruck entstehen, als ob die Juden nur ein Objekt der Verfolgungen und des Genozids gewesen wären. Das ist nach Yehuda Bauer nur die eine Seite des Geschehens, und deshalb ist diese Sicht falsch. Juden waren nicht nur Opfer, Objekte, sondern auch Subjekt, Gemeinschaften, die reagierten. Sie versuchten, sich zu retten, nicht nur als Einzelne, sondern auch als Kollektive, ob durch Flucht, Widerstand - unbewaffneter oder bewaffneter - oder Verhandlungen und Appelle an die gegen Deutschland kämpfenden Großmächte. Dass, gegen alle realistischen Chancen, jüdischer Widerstand eine geschichtliche Tatsache ist, belegt Yehuda Bauer in seinem Buch Jüdische Reaktionen auf den Holocaust (2012) an vielen Beispielen. Yehuda Bauer, 1926 in Prag geboren, ist Professor emeritus für Holocaust-Studien der Hebrew University in Jerusalem und war Leiter der Forschungsabteilung der Gedenkstätte Yad Vashem. Er ist Mitglied der israelischen Akademie der Wissenschaften sowie aktiver Ehrenvorsitzender der International Holocaust Remembrance Alliance. Juliane Wetzel, 1957 geboren, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Um Anmeldung bis 4. Juni wird gebeten: veranstaltungen@topographie.de, Telefon: 030 254509-0 Jüdische Reaktionen auf den Holocaust

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